Was Gäste wirklich wollen – Impulse vom 1. Raiffeisen Tourismusforum
Tourismus Medienspiegel: Dieser Beitrag fasst Berichte von ORF Salzburg, Raiffeisen Salzburg, der WKO, den Salzburger Nachrichten sowie Leadersnet zusammen. Die Links zu den Originalartikeln finden Sie am Ende der Seite.
Das Raiffeisen Tourismus Forum
Rund 170 Touristikerinnen und Touristiker kamen beim ersten Raiffeisen Tourismusforum am 18. Mai 2026 im Pinzgau zusammen, um über die Zukunft der Branche zu diskutieren. Trotz Rekordzahlen steht der Tourismus vor großen Herausforderungen: steigender Wettbewerbsdruck, veränderte Gästebedürfnisse und die Frage, wie Qualität langfristig gesichert werden kann.
Reiselust bleibt trotz Krisen hoch
Tourismusberater Richard Bauer zeichnete in seiner Keynote ein klares Bild der aktuellen Entwicklung: Die Sehnsucht nach Reisen ist ungebrochen – selbst in wirtschaftlich und geopolitisch unsicheren Zeiten.
„Gerade in schwierigen Zeiten wird eher bei Dingen gespart als bei Erfahrungen.“
Viele Menschen empfinden ihren Alltag als komplex und schwer kontrollierbar. Reisen schaffen einen Gegenpol: Erholung, Sicherheit und emotionale Erlebnisse gewinnen an Bedeutung. Das Interesse am Reisen sei derzeit so hoch wie nie zuvor, gleichzeitig bleibe die Kaufkraft grundsätzlich vorhanden.
Besonders Salzburg profitiert von dieser Entwicklung: Rund 20 Prozent aller österreichischen Nächtigungen entfallen auf das Bundesland. Die touristische Wertschöpfung liegt bei rund fünf Milliarden Euro jährlich.
Der Gast von morgen sucht echte Begegnungen
Der Gast der Zukunft ist laut Bauer urban geprägt, digital vernetzt und im Alltag oft anonymisiert. Gerade deshalb wächst die Sehnsucht nach authentischen Erlebnissen und echter menschlicher Begegnung.
Naturnahe Angebote, Individualität und persönliche Erlebnisse gewinnen weiter an Bedeutung. Für Gastgeber ergeben sich daraus konkrete Konsequenzen:
- Die Hotellobby wird wieder stärker zum sozialen Begegnungsraum
- Schlafqualität entwickelt sich zum entscheidenden Qualitätsmerkmal
- Klassische Doppelzimmer allein reichen künftig nicht mehr aus
- Gefragt sind flexible, emotionale und erlebnisorientierte Angebote
Qualität statt neuer Rekorde
Im Zentrum des Forums stand eine klare strategische Ausrichtung: Nicht immer mehr Gäste, sondern höhere Qualität, bessere Auslastung und stärkere Wertschöpfung.
Erfolgreich werden vor allem jene Regionen und Betriebe sein, die Angebote intelligent vernetzen – etwa Naturerlebnis, Kulinarik, Wasser, Bewegung und Regeneration. Gleichzeitig verschiebt sich der Trend zunehmend vom rein sportlichen hin zum genussorientierten Urlaub.
„Der Tourismus braucht High-Tech in der Vorbereitung und High-Touch vor Ort.“
Keynote-Vortrag
Richard Bauer bringt Impulse für einen erfolgreichen Tourismus als Keynote-Vortrag in Unternehmen, Destinationen und Branchenevents.
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